
Foto: Bernd Standhardt
Hörst Du das?
Hörst Du das
das Rieseln
von tausend Ameisen im Wald
das matte Schwingen
von Enten im Flug
das Knistern
der Buchenhecke im Wind
das leise Summen
der Bienen im Kirschbaum
das Rascheln
der Mäuse im Laub
das feine Fiepen
der ersten Küken
hörst Du das?
Das ist die
unverwechselbar zarte
Melodie
des Frühlings
Bernd Standhardt 2009 Wickrath
das Rieseln
von tausend Ameisen im Wald
das matte Schwingen
von Enten im Flug
das Knistern
der Buchenhecke im Wind
das leise Summen
der Bienen im Kirschbaum
das Rascheln
der Mäuse im Laub
das feine Fiepen
der ersten Küken
hörst Du das?
Das ist die
unverwechselbar zarte
Melodie
des Frühlings
Bernd Standhardt 2009 Wickrath
Unfähig
Wer
die
Pistole
auf
die
Brust
setzt
ist
zur
Umarmung
unfähig
Bernd Standhardt 2008 Wickrath
Foto: Bernd Standhardt
Klüger?
Der Klügere gibt nach
und ist so oft der Dumme
wenn er dann der Dumme ist
ist er entweder genauso dumm
wie die
denen er nachgegeben hat
dann gibt es nur Dumme
das ist
kein wirklicher Fortschritt
oder
es müssten eigentlich die Dummen
automatisch die Klügeren sein
und nachgeben
damit wäre alles
beim Alten
also sollte der
Klügere
nur nachgeben
wenn es klug ist
sonst erreicht er
nichts!
Bernd Standhardt 2009 Wickrath
„Aber“
ist der Tod
der Träume
Bernd Standhardt 2010 Halle / Saale
Foto: Bernd Standhardt
Manchmal
ist es die Angst,
dass es das
wonach wir uns sehnen
nicht gibt
weshalb wir uns
mit weniger zufrieden geben,
als mit dem
was uns wirklich
glücklich macht.
ist es die Angst,
dass es das
wonach wir uns sehnen
nicht gibt
weshalb wir uns
mit weniger zufrieden geben,
als mit dem
was uns wirklich
glücklich macht.
Bernd Standhardt 2009 Halle / Saale
Foto: Bernd Standhardt
Hoffnung
Wenn Du
jemals
Deine
Hoffnung
begräbst
dann merke
Dir gut
die Stelle
und
kehre irgendwann
zurück
und hebe
diesen Schatz
jemals
Deine
Hoffnung
begräbst
dann merke
Dir gut
die Stelle
und
kehre irgendwann
zurück
und hebe
diesen Schatz
Bernd Standhardt 2007 Mönchengladbach

Foto: Bernd Standhardt
Bücher
Menschen treiben vorüber
erzählen Geschichten
fremder Länder
und geliebter Heimatorte
davon, dass Leben sich verliert
und seltsam wiederfindet
von Zeiten die verträumt
und staunend lächeln
von Tiefen
die der Schmerz durchleidet
von hoffnungsvollen Aufbruchzeiten
und längst vermisstem Glanz
die mutigen Ideen
von Niederlagen ausgemergelt
verstören Blicke stumpf
bitter, scheu und trauerleer
daneben
in Lachfalten geformte Lebenslust
jene geheimnisvollen Lichter
die nur in frohen Augen leuchten
und für Momente heiter flackern
und übermütig sich verschenken
und manchmal weht
ein Hauch – vertraut
was eben fremd
für einen Augenblick bekannt
und weiter zieht die Menge
manche Gestalt ein Märchen
jedes Gesicht eine Erzählung
und als Person ein ganzes Buch
ich lese, schaue und vergesse
die Zeit, den Ort
die Gegenwart
Bernd Standhardt 2010 Istanbul

Foto: Bernd Standhardt
Heil
Wenig ist
so unwichtig
wie die Antwort
auf die Frage
wer schuld ist
viel wichtiger
ist die Antwort
auf die Frage
wie etwas heil wird
Bernd Standhardt 2007 Mönchengladbach
Im Rahmen
"Du fällst aus dem Rahmen"
ich bin ganz offensichtlich
nicht ganz im Bilde
ich wäre doch
der erste Mensch
der in einen Rahmen passt.
In einen Rahmen passt
doch nur ein Bild von mir
das jemand gemacht hat
und ich bilde mir ein
dass ich nie jemanden
bat
das Bild das er von mir hat
zu rahmen
und wenn er es schon tut
soll er es so sorgfältig tun
dass es nicht heraus fällt
oder besser noch
er begegnet nicht meinem Bild
sondern mir
Bernd Standhardt 2008 Wickrath
Staunen
Erwartung
ist der
Feind
des
Staunens
und
wer nicht
mehr
staunen
kann hat
eigentlich
auch
nichts mehr
zu erwarten
Bernd Standhardt 2007 Mönchengladbach
Komisch
"Sehr ungewöhnlich!"
sagen sie
als wäre
"gewöhnlich"
ein Kompliment
Bernd Standhardt 2007 Mönchengladbach
Angst
Meine Angst
hält
nie
was sie verspricht
sie lügt immer
aber manchmal
sehr geschickt
Bernd Standhardt 2008 Unterwegs
Staunen
Ich
komme
aus dem Staunen
nicht heraus
und ich bleibe
gerne darin.
Bernd Standhardt 2008 Wickrath
Im Schlosspark
Noch Eis
auf dem Weiher
und Schneeglöckchen schon
altes Laub
und neue Knospen
Tod auf Rückzug
Luftzug voll Leben
Sonne scheint wärmer
als sie es ist
Vögel singen ihre Lieder
verschlafen noch
Frühling wird es
ja Frühling
wird es wieder
Bernd Standhardt Wickrath 2008
Foto: Bernd Standhardt
Schmetterling
Schmetterling
Gaukler des
Alltags
verschwendet
sich strahlend
tanzt und
taumelt
scherzt sich
durch die Luft
herrlich
leichte
Heiterkeit
Bernd Standhardt Wickrath 2007
gewidmet Bettina H. - T.
Schwüler Sommertag
Müder
schwüler
Sommertag
behäbig
drückend
ohne Glanz
matte Welt
schweißgebadet
und ein Abend
der nicht kühlt
dämmert nur
lauwarm dahin
mit Gedanken ganz woanders
zieht die Nacht
die Türe zu.
Bernd Standhardt 2008 Wickrath
Foto: Bernd Standhardt
Bücher
Menschen treiben vorüber
erzählen Geschichten
fremder Länder
und geliebter Heimatorte
davon, dass Leben sich verliert
und seltsam wiederfindet
von Zeiten die verträumt
und staunend lächeln
von Tiefen
die der Schmerz durchleidet
von hoffnungsvollen Aufbruchzeiten
und längst vermisstem Glanz
die mutigen Ideen
von Niederlagen ausgemergelt
verstören Blicke stumpf
bitter, scheu und trauerleer
daneben
in Lachfalten geformte Lebenslust
jene geheimnisvollen Lichter
die nur in frohen Augen leuchten
und für Momente heiter flackern
und übermütig sich verschenken
und manchmal weht
ein Hauch – vertraut
was eben fremd
für einen Augenblick bekannt
und weiter zieht die Menge
manche Gestalt ein Märchen
jedes Gesicht eine Erzählung
und als Person ein ganzes Buch
ich lese, schaue und vergesse
die Zeit, den Ort
die Gegenwart
Bernd Standhardt 2010 Istanbul
Foto: Bernd Standhardt
Heil
Wenig ist
so unwichtig
wie die Antwort
auf die Frage
wer schuld ist
viel wichtiger
ist die Antwort
auf die Frage
wie etwas heil wird
Bernd Standhardt 2007 Mönchengladbach
Im Rahmen
"Du fällst aus dem Rahmen"
ich bin ganz offensichtlich
nicht ganz im Bilde
ich wäre doch
der erste Mensch
der in einen Rahmen passt.
In einen Rahmen passt
doch nur ein Bild von mir
das jemand gemacht hat
und ich bilde mir ein
dass ich nie jemanden
bat
das Bild das er von mir hat
zu rahmen
und wenn er es schon tut
soll er es so sorgfältig tun
dass es nicht heraus fällt
oder besser noch
er begegnet nicht meinem Bild
sondern mir
Bernd Standhardt 2008 Wickrath
Staunen
Erwartung
ist der
Feind
des
Staunens
und
wer nicht
mehr
staunen
kann hat
eigentlich
auch
nichts mehr
zu erwarten
Bernd Standhardt 2007 Mönchengladbach
Komisch
"Sehr ungewöhnlich!"
sagen sie
als wäre
"gewöhnlich"
ein Kompliment
Bernd Standhardt 2007 Mönchengladbach
Angst
Meine Angst
hält
nie
was sie verspricht
sie lügt immer
aber manchmal
sehr geschickt
Bernd Standhardt 2008 Unterwegs
Staunen
Ich
komme
aus dem Staunen
nicht heraus
und ich bleibe
gerne darin.
Bernd Standhardt 2008 Wickrath
Im Schlosspark
Noch Eis
auf dem Weiher
und Schneeglöckchen schon
altes Laub
und neue Knospen
Tod auf Rückzug
Luftzug voll Leben
Sonne scheint wärmer
als sie es ist
Vögel singen ihre Lieder
verschlafen noch
Frühling wird es
ja Frühling
wird es wieder
Bernd Standhardt Wickrath 2008
Foto: Bernd Standhardt
Schmetterling
Schmetterling
Gaukler des
Alltags
verschwendet
sich strahlend
tanzt und
taumelt
scherzt sich
durch die Luft
herrlich
leichte
Heiterkeit
Bernd Standhardt Wickrath 2007
gewidmet Bettina H. - T.
Schwüler Sommertag
Müder
schwüler
Sommertag
behäbig
drückend
ohne Glanz
matte Welt
schweißgebadet
und ein Abend
der nicht kühlt
dämmert nur
lauwarm dahin
mit Gedanken ganz woanders
zieht die Nacht
die Türe zu.
Bernd Standhardt 2008 Wickrath
